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Aromatherapie

In den letzten Jahren hat die sanfte Macht der natürlichen Düfte viele Mischen von ihrer Wirksamkeit überzeugt. Doch was neu zu sein scheint, ist in Wirklichkeit eine seit Jahrtausenden praktizierte Heilkunst.

Die Nähe der Aromatherapie zur Phytotherapie und die wissenschaftliche Erklärbarkeit ihrer Wirkung durch die Inhaltstoffe der ätherischen Öle machen diese Art der Behandlung so interessant. Kamille, Pfefferminze, Thymian und Fenchel zum Beispiel sind alte Bekannte, die seit Menschangedenken nachweisbare Erfolge aufweisen. Der Wunsch vieler Patienten nach einer nebenwirkungsfreien Therapie brachte in den letzten Jahren eine Rückbesinnung auf die Heilkraft der Natur. Die gute Wirksamkeit der ätherischen Öle kam diesem Wunsch entgegen. So finden sie unter anderem Verwendung in der Therapie der Erkrankungen der Haut und Schleimhaut, der inneren Organe und des Bewegungsapparates.

Besonders im Bereich von Geist und Seele profitieren wir von dem Einfluss der Öle. Ein geeigneter Raumduft lässt uns den Alltagstress vergessen, gibt da Trost wo Worte nicht helfen können, entspannt oder belebt und schenkt unvergessliche Stunden zu zweit.

Gönnen Sie Ihrem Körper die Heilkraft der ätherischen Öle. Folgen Sie Ihrer Nase und lassen Sie sich entführen in die wundervolle Welt der Düfte.

Ätherische Öle - die wirkungsvolle Seite der Natur

Die intranasale Anwendung eines Arzneimittels ist in der modernen Medizin mittlerweile weit verbreitet und eine gute Möglichkeit, dem Körper Arzneistoffe zuzuführen. Stoffe, die in die Nase eingebracht werden, wirken dort entweder lokal, wie z.B. abschwellende Nasentropfen, oder systemisch, d.h. sie werden in den Kreislauf aufgenommen und kommen an anderen Orten zur Wirkung.

Neuro-Radiologen des Wiener Allgemeinen Krankenhauses untersuchten mittels Computer-Tomographie den Blutfluss des Gehirns und stellten fest, dass einige Aromastoffe die Durchblutung des Gehirns fördern, andere die Cortexregion direkt stimulieren. Sie zeigten, dass auch eingeatmete Duftstoffe in der Lage sind die Blut-Hirnschranke zu überwinden.

Nach der äußerlichen Anwendung dringen die kleinen Aromastoffe durch ihre Lipophilie, also ihre gute Fettlöslichkeit, gut durch die Haut hindurch und erscheinen schon wenige Minuten später im Blut. In einer Untersuchung maß man die höchsten Konzentrationen an Linalool und Linalylacetat, den beiden Hauptwirkstoffen des Lavendelöls, bereits 20 Minuten nach einer Lavendelölmassage. Eingeatmet gelangen sie ebenso rasch in die Blutbahn und zeigen eine ausgesprochen gute Affinität zum Zentralnervensystem.

In mehreren Studien ließ sich die positive Beeinflussung der Stimmungslage durch ätherische Öle nachweisen. So zeigten besonders ängstliche und gehemmte Schüler bessere Schulleistungen unter dem Einfluss von Lavendelduft. Sie konnten an der Tafel auswendig gelerntes Wissen sicherer wiedergeben, wenn man sie zuvor an einem Riechstreifen mit Lavendelöl schnuppern ließ. Schüler, die von Haus aus sicher und lethargisch waren, zeigten keine verbesserten Leistungen, eher sogar verminderte. Ebenso wurden Erwachsene durch Lavendelduft entspannter und lösten mathematische Rechenaufgaben rascher und genauer.

Prof. Dr. Buchbauer von der Universität Wien führte in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Innsbruck verschiedene Experimente mit Tieren durch. Er bewies, dass Aromastoffe das Verhalten der Lebewesen, z.B. deren Motorik, Mobilität und ihr Sozialverhalten, beeinflussen.

Verständlich wird diese Wirkung wieder am Beispiel des Lavendelöls mit seiner sedierenden, d.h. dämpfenden, schlaffördernden Wirkung. Untersuchungen an Mäusen haben ergeben, dass deren Bewegungsaktivität deutlich abnimmt, wenn sie über einen Zeitraum von einer Stunde das ätherische Öl des Lavendels einatmen. Ein ähnlicher Effekt kann bei den Tieren erzielt werden, wenn ausschließlich die für die Wirkung verantwortlichen Bestandteile des Öls, Linalool und Linalylacetat, verabreicht werden. Erstaunlich ist, dass die sedierende Wirkung der Einzelbestandteile minimal geringer ist als die des Lavendelöls, was für ein optimales Zusammenspiel der Einzelbestandteile im ätherischen Öl der Pflanze spricht.

In einer weiteren Studie untersuchte man die Wirkung des Lavendelöls bei gesunden Senioren, die unter Schlaflosigkeit litten und medikamentös behandelt wurden (Hardy et al. 1995). Zunächst beobachtete man das Schlafverhalten über einen Zeitraum von zwei Wochen und setzte anschließend die Medikamente für weitere zwei Wochen ab. Wie nicht anders zu erwarten war, schliefen die Patienten weniger. Nun gab man nachts Lavendelöl in die Zimmer der Patienten und stellte fest, dass sie zu dem Schlafrhythmus der medikamentösen Therapie zurückkehrten. Die unangenehmen Nebenwirkungen der Arzneistoffe blieben natürlich aus. Sie schliefen insgesamt ruhiger und waren nach dem Schlaf ausgeruhter und besserer Laune.

Ein anderes Beispiel für die hervorragende Wirkung ätherischer Öle ist deren ausgeprägte antimikrobielle Eigenschaft. Teebaumöl zum Beispiel ist gegen nahezu alle Bakterien wirksam. Darüber hinaus gegen Candida albicans, den Soorpilz und gegen den gefürchteten Fußpilz. Eine Gruppe von 158 Patienten, die an einer Nagelpilzerkrankung litten, wurden in einer Studie mit Teebaumöl behandelt. Bei 72 Prozent der Patienten zeigte sich eine deutliche Besserung der Erkrankung. Ähnliches wird über die Wirksamkeit von Teebaumöl bei akuter und chronischer Bronchitis und Sinusitis beschrieben. Zuletzt sei noch die besondere Effektivität des Öls gegen Herpes-Viren erwähnt, wodurch es erfolgreich gegen Herpes labialis, den Lippenherpes, eingesetzt werden kann.

Wie diese Beispiele zeigen, können ätherische Öle eine sinnvolle Alternative zur medikamentösen Behandlung in der modernen Medizin darstellen, die gleiche Wirkung erzielen und dabei schonender, nebenwirkungsärmer und auch kostengünstiger sein.

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